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Nautische Begriffe

Wer über das Schicksal liebestoller Seemänner und über das harte Leben an Bord eines Seglers singt, sollte - auch wenn er selbst noch nie den salzigen Wind vom Bug eines Viermasters aus schmecken durfte - zumindest über einige Begriffe Bescheid wissen, die in den Shantys und Sea- songs immer wieder auftauchen. Was ist die "Bilge", aus die der "Drunken Sailor" trinken muss? Was ist die "Kombüüs", die in dem "Hamborger Veermaster" voller Dreck ist? Was sind "Capstan", "Forecastle" und "Bowline", die in den Liedern immer wieder besungen werden? Und warum wollen so viele Seeleute "Nelsons' Blood"? Das und noch viel mehr kann hier bequem und schnell nachge- schlagen werden.

Aufbau eines Kriegsschiffs
Die Segel eines Vollschiffs

A

Abfaden

Fahrwasser ausloten, wobei der Faden als Maß genommen wird

Abfallen

Den Kurs ändern, damit das Schiff vom Wind wegdreht (Gegensatz: Anluven)

Abflauen

Der Wind nimmt ab (Gegensatz: Aufbrisen)

Achteraus

Hinter dem Schiff (Gegensatz: Voraus)

Achtern

Hinten am Schiff (Gegensatz: Bugwärts)

"Ahoi"

Anruf in Verbindung mit dem Namen eines Bootes/Schiffes, z.B. "Mayflower, ahoi!"; kein Gruß zwischen Seglern/Fahrensleuten

(to go) aloft

Englisch für Entern

Anker, der

Gerät zur vorübergehenden oder dauernden Befestigung eines Bootes, Schiffes oder schwimmenden Gerätes am Grund (ankern)

Ankerkette, die

(engl. cable) Kette, an dessen Ende der Anker befestigt ist

Ankerspill, das

Spill zum Lichten des Ankers und zum Transport der Ankerkette in den Kettenkasten; auf Segelschiffen meist als Gangspill betrieben, bei neueren Schiffen oft als Bratspill

Anluven

Den Kurs ändern, damit das Schiff näher an den Wind kommt (Gegensatz: Abfallen)

Außenbordkameraden, die

Die Fische im Meer

Aufbrisen

Der Wind nimmt zu (Gegensatz: Abflauen)

B

Back, die

(engl. forecastle) Aufbau auf dem Vorschiff, der von einer Bordwand zur anderen reicht und dessen Deckdas Backdeck ist

Backbord, das

(engl. port) Linke Seite eines Schiffes und -wand von achtern; rote Positionslaterne (Gegensatz: Steuerbord)

Bart, der

Pflanzlicher Bewuchs am Unterwasserschiff

Baum, der

Leichtes Rundholz, das zum Heißen und Trimmen des daran befestigten Segels dient; wird nach dem Segel benannt, das an ihm befestigt ist, z.B. Großbaum und Besanbaum

Beidrehen

Ein Schiff durch ein spezielles Segelmanöver zum Stehen zu bringen

Beiliegen

Ein Schiff im Sturm so beidrehen, dass es möglichst günstig zu Wind und See liegt und dadurch keine Seeschäden erleidet

Besanmast, der

Der hintere Mast, auch Kreuzmast genannt

Bilge, die

(engl. bilge) Tiefster Hohlraum im Rumpf des Schiffes, ähnlich wie der Keller im Haus

Bilgewasser, das

(auch Kieljauche) In der Bilge gesammeltes, eingedrungenes Wasser (bei moderneren Schiffen auch Kondenswasser)

Black Ball Line

Flotte von amerikanischen Paketschiffen (1816-1878), verkehrte zwischen New York, Boston, Philadelphia, Liverpool, London und Le Havre, später auch zwischen England und Australien; erkennbar an Flagge mit schwarzer Ball auf rotem Grund

Blue Star Line

Berühmte britische Reederei mit Hauptsitz in London (1911-1972), betrieb einen sehr erfolgreichen Liniendienst nach Südamerika, Australien, Nordamerika und Ostasien; erkennbar an Flagge mit blauem Stern auf weißen Grund

Bootsmann, der

(engl. bosun, boatswain) Erfahrener Seemann, der andere beaufsichtigt und sich um die Takelage und die Segel kümmert; in der Handelsschifffahrt die Meisterposition im seemännischen Lehrberuf des Matrosen (ähnlich einem Vorarbeiter oder Polier)

bosun, boatswain

Englisch für Bootsmann

bowery girls

Die Bowery ist ein berüchtigter Bezirk und eine berüchtigte Straße in Manhattan, New York mit Slums und Bordellen; bowery girls sind vergleichbar mit den Mädchen von St. Pauli

Brücke, die

Mittelbau eines Schiffes

Bratspill, das

(engl. windlass) Spill mit horizontaler Achse (Gegensatz: Gangspill); verwendet zum Hieven und Heißen von schwerem Gerät, wie dem Anker

Bug, der

Vorderteil eines Schiffes (Gegensatz: Heck)

Bugspriet, der

Den Bug überragende kurze, kräftige Spiere

Bugwärts

Vorne am Schiff (Gegensatz: Achtern)

Bunker, der

Sammelbehälter für Massengüter unter Deck

Bunkern

Massengüter und Vorräte an Bord nehmen und im Bunker verstauen

C

cable

Englisch für Ankerkette

capstan

Englisch für Gangspill

captain

Englisch für den Kapitän

chicken on a raft

(dt. "Hühnchen auf einem Floß") Unbeliebte Speise der Royal Navy, bestehend aus Spiegelei auf gebratenem Brot; ähnlich wie "Strammer Max"

D

Davit, der

Kleiner drehbarer Kran zum Aufheißen von Booten

Dead Horse

(dt. "Totes Pferd") Wenn Seemann erstmals an Bord auf große Fahrt gingen, waren sie oft über beide Ohren verschuldet und mussten sich vom Heuerbaas helfen lassen (durch u.a. Bezahlung der Unterkunft und Zeche in der Kneipe, Ausrüstung, Vermittlung an ein auslaufendes Schiff). Dafür kassierte er eine Monatsheuer von ihm, wodurch der Matrose anfangs an Bord wegen seiner Schulden umsonst, also für ein wertloses totes Pferd, arbeiten zu müssen ("working out the dead horse"). Nach einem Monat endete die Zeit des "Toten Pferdes" und der Schuldenberg war abgearbeitet, was mit einer Zeremonie "The Dead Horse" gefeiert wurde. Dabei wurde der Matrose, in einem pferdeähnlichen Gebilde, das die Mannschaft aus Holz, altem Segeltuch und anderem verzichtbaren Krempel auf hoher See bastelte, unter Gesang und Jubelrufen über Deck gezogen. Danach wurde das Pferd versteigert und schließlich an einer Rah aufgeheißt, in Brand gesteckt und brennend der See übergeben.

Deck, das

Oberer Abschluß, der Boden eines Schiffes

Dingy, das

Kleines Boot, am Heck aufgeheißt

Dutchman

Bezeichnung (früher Schimpfwort) für einen Seemann deutscher Herkunft; von englisch sprechenden Matrosen gebraucht

E

Entern

(engl. to go aloft) In der oder in die Takelage eines Segelschiffes klettern; nach oben auch "aufentern", nach unten auch "niederentern" genannt

F

Faden, der

Gebräuchliches Längenmaß in der Seefahrt; 1 Faden = 1,83 m = 6 Fuß

Falke im Krähennest, der

Ausguck, der früher im Krähennest die Sichtung anderer Schiffe oder von Land an die Schiffsführung zu melden hatte

Fall, das

(engl. halyard) Faser- oder Drahttauwerk zum Setzen eines Segels; benannt nach dem Segel, das es bedient, z.B. Fockfall, Großmarsfall

Fieren

Lasten herunterlassen (Gegensatz: Heißen) oder belastete Schoten, Fallen und Leinen lose geben (Gegensatz: Holen)

Fock, das

Unteres Segel am Fockmast

Fockmast, der

Vorderer Mast, auch Vormast

forecastle

(auch focksel, fo'castle, fo'c'sle) Englisch für die Back

G

Galeone, die

Portugiesisches und spanisches Kriegs- und Handelsschiff (16. bis 18. Jhd.)

galley

Englisch für Kombüse

Gangspill, das

(engl. capstan) Spill mit vertikaler Achse, in dessen Spillkopf Spillspaken waagerecht eingesteckt werden und die als Hebelarme, zum Drehen der Winde durch die dazu im Kreis gehenden Seeleute, dienen (Gegensatz: Bratspill); verwendet zum Hieven und Heißen von schwerem Gerät, wie dem Anker

Gast, der

Matrose mit Sonderverwendung, z.B. Signalgast, Bootsgast, Rudergast

Gatt, das

Enger Durchgang, Loch

Gieren

Das Segelschiff kommt durch Wind, Seegang oder Strömung vom Kurs ab

Gieren

Eigenart eines Schiffes, vom Kurs abzugehen

Gig, die

Leichtes Beiboot

Glas, das

Seemännisches Zeitmaß zum Einteilen der Wache, 8 Glas = 4 Stunden

Glasen

Anschlagen der Schiffsglocke beim halbstündlichen Umdrehen der gläsernen Sanduhr (Glas)

Großmast, der

Der Hauptmast

Grog, der

Typisch norddeutsches Getränk, meist mit Rum, für kalte Tage.

H

Halsen

Das Schiff bis vor den Wind abfallen lassen und weiterdrehen bis es über den Bug am Wind liegt

halyard

Englisch für Fallen

(to) haul

Englisch für holen

"Haul away"

Ausruf, der zu einem kurzen, kräftigen Zug (Pull) ausholenden Matrosen

(to) heave

Englisch für hieven

Heck, das

Hinterteil eines Schiffes (Gegensatz: Bug)

Heißen

Heben/Emporziehen von (schweren) Lasten, beispielsweise des Ankers, eines Bootes oder beim Setzen eines Segels (Gegensatz: Fieren)

Heuer, die

Lohn eines Seemanns; festgelegt in einem Heuervertrag zwischen Matrose und Heuerbaas

Heuerbaas, der

Gewerbsmäßiger Stellenvermittler und Matrosenanwerber; heute durch Seemannsämter abgelöst

Hieven

(engl. to heave, to hoist) Heißen von schweren Lasten mit Hilfe einer Winde (Spill), aber auch das Drücken am Ankerspill zum Lichten des Ankers; "Hiev rund das Spill!".

Hissen

Bezeichnet ausschließlich das Hochziehen einer Flagge

Holen

(engl. to haul) Ein Tau oder eine Kette mit den Händen ziehen, zerren, schleppen (Gegensatz: Fieren)

Hundewache, die

(auch Friedhofswache) Nach deutscher Terminologie die Wache nachts von 0:00 bis 04:00 Uhr, in der nur "die Hunde wachen"

J

John, Johnny

Bezeichnungen für einen Seemann britischer Herkunft

Jolle, die

Kleines Boot

Judies, die

Leichte Mädchen

K

Kööm, der

Heller oder gelber, norddeutscher Korn-Schnaps mit Kümmel und evtl. einem Hauch Anis

Kalfater, der

(auch Kalfatmeister) Zuständig für die Abdichtung des Schiffrumpfes

Kap Hoorn

(engl. Cape Horn) Südlichster Punkt von Amerika mit der Insel Hoorn; berüchtigtes, gefährliches Seegebiet; von einer zur anderen Seite sind es rund 1200 sm; gilt als der größte Schiffsfriedhof der Welt (mehr als 800 gesunkene Schiffe und mehr als 10.000 Opfer)

Kapitän, der

(engl. captain, skipper, oder auch old man) Kommandant und Inhaber der Schiffsgewalt, trägt Verantwortung für die nautische und administrative Führung des Schiffes und ist Hausherr; Vorgesetzte aller Besatzungsmitglieder, hat für die Erhaltung der Ordnung und Sicherheit an Bord zu sorgen

Kiel, der

Unterste Längsversteifung des Schiffes

Kielholen, das

Harte Strafe an Bord, bei der das beschuldigte Besatzungsmitglied an einer Leine von einer Bootsseite zur anderen unter dem Kiel hindurch gezogen wurde; dabei bestand Gefahr, sich an dem scharfkantigen Bewuchs des Schiffes lebensgefährlich zu verletzen oder zu ertrinken

Klabautermann, der

Kobold und Schutzpatron der Schiffe; hilft bei den Arbeiten an Bord, vor allem beim Kalfatern; sieht ein Seemann ihn beim Verlassen des Schiffes, ist das kein gutes Zeichen, denn es besagt: Das Schiff sinkt in Kürze!

Klampe, die

Hartholz zum Belegen von Tauwerk

Klipper, der

Schnelles Segelschiff mit schlankem Rumpf und hohen geneigten Masten

Knoten, der

Maßeinheit für Geschwindigkeit eines Schiffes; 1 kn = 1 sm/h (Seemeile) = 1,852 km/h

Koje, die

Bettartige Schlafstelle, als die Zeiten von Strohsack ("Eselsfrühstück") und Hängematte vorbei waren

Kombüse, die

(engl. galley) feuerfeste Schiffsküche

Krähennest, das

Zu einem Mastkorb umgebaute Ausgucksplattform am Masttopp; Name stammt von den Krähen, die früher mitgeführt wurden, um mit ihrer Hilfe Land zu finden, indem man sie freiließ und ihr folgte

Kreuzen

Gegen den Wind im Zickzack aufsegeln

Kreuzmast, der

Der hintere Mast, auch Besanmast genannt

L

Löschen

Ein Schiff entladen

Labskaus, das

Traditionelles Seemannsgericht, vornehmlich aus Büchsen- oder Pökelfleisch, Fisch, Kartoffelbrei und Gemüse

lad, laddies

Englisch für Bursche(n), junge(r) Kerl(e)

landlubber

Englisch für Landratten

leagues (nautical)

Englische Maßeinheit für eine Länge, bzw. Entfernung; 1 league nautical = 5,565 km = 3 international nautic mile (Seemeilen)

Leder, das

Schutzbelag dort, wo das Tauwerk scheuert

Lee

(engl. leeward) Die Seite, von der der Wind nicht kommt (Gegensatz: Luv)

leeward

Englisch für Lee

Lenzen

Mit wenig Segeln vor dem Wind laufen

Lichten

Spezielle Bezeichnung für das Heißen des Ankers

longboat

Englisch für großes Beiboot eines Segelschiffs

Luv

(engl. windward) Die Seite, von der der Wind kommt (Gegensatz: Lee)

M

Mast, der

Langes, senkrecht hochragendes Rundholz oder Stahlrohr, an dem die Segel festgemacht sind

Mobile Bay

Bucht am Golf von Mexiko in der Hafenstadt Mobile (Alabama); größter Umschlagplatz für Baumwolle der USA

Moses, der

Spottbezeichnung für einen Schiffsjungen

N

Navigator, der

Ist mit Hilfe von Instrumenten und Seekarten für den richtigen Kurs und das Erreichen des Ziels des Schiffs verantwortlich; informiert den Steuermann, welche Richtung einzuschlagen ist

O

old man

Englisch für "der Alte", also den Kapitän

Orlop, das

(engl. orlop) Unterstes Deck eines Schiffes; auch Orlopdeck

P

Pier, der

(engl. pier) Anleger, Hafendamm, Landungsbrücke

Planken, die

Starke Bretter an Deck und Außenwand

port

Englisch für Backbord; aber auch für Hafen

Pott, der

Altes Raummaß, scherzhaft für "Schiff"

Pressen

Matrosen zwangsweise einstellen (militärisch, Gegensatz: Schanghaien); im Notfall die Takelage steif setzen

Priem, der

Kautabak

Pull, der

(engl. to pull) Gemeinsamer, kräftiger Ruck der Matrosen an einem Tau.

Purser, der

Bezeichnung für den Zahl- oder Proviantmeister (von engl. "purse" gleich "Geldtasche")

Q

Quarterdeck, das

Oberdeck hinter dem Großmast

Quartiermeister, der

Rechte Hand des Kapitäns, verantwortlich für die Logistik und alle Belange an Bord; hat über alle (ausgenommen des Kapitäns selbst) Befehlsgewalt

R

Reeling, die

Geländer um die freiliegenden Decks

"Reise reise"

Weckruf (von engl. "to rise" gleich "aufstehen"(

Reffen

Segel verkleinern

rigging

Englisch für Takelage

Runner, der

Ursprünglich Lotse, später Händler und Schiffsschneider, Pfandleiher und Zuhälter

S

Schanghaien

Gewaltsame Entführung zum Dienst auf einem Handelssegler (zivil, Gegensatz: Pressen)

Schiffsarzt, der

Verantwortlich für die medizinische Versorgung und Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsvorschriften auf dem Schiff

Schiffszimmermann, der

Zuständig für die Instandhaltung und Reparatur des Schiffs auf See und koordiniert größere Reperaturen am Schiff an Land

Schot, das

Segelleine, Tau, Draht oder Kette, die ein Segel ausspannt und in der richtigen Lage hält

Schot, die

(abgeleitet von "Schoß" mit der Bedeutung "Ecke, Zipfel" eines Segels) Leichtes Tau zum Segelsetzen

Schwojen

(auch: schwoien) Bezeichnung für das Hin- und Herdrehen eines Schiffes vor Anker innerhalb eines Kreisbogens, bedingt durch Änderungen der Windrichtung oder der Strömung

scupper

Englisch für Speigatt

(internationale) Seemeile, die

(engl. international nautic mile) Maßeinheit für eine Länge, bzw. Entfernung; 1 sm = 1,852 km

shellback

Englisch für Seebär, ein erfahrener Seemann

skipper

Englisch für den Kapitän

Smutje, der

(auch Proviantmeister oder Smut) Schiffskoch; bereitet Speisen in der Kombüse zu und ist für die Bestellung und den Einkauf der Lebensmittel zuständig; manchmal als wichtigster Mann an Bord bezeichnet, da er für die Moral der Seeleute von besonderer Bedeutung ist

Speigatt, das

(engl. scupper) Öffnung in der Bordwand (Gatt), durch die Regenwasser oder übergekommenes Seewasser abfließen kann

Spiere, die

Alle Rundhölzer an Bord außer den Masten

Spill, das

Drehbare, meist auf dem Vorschiff aufgebaute Winde zum Hieven und Heißen von schweren Lasten, beispielsweise der Ankerkette; zwei verschiedene Bauarten: als Gangspill (vertikale Welle) oder Bratspill (horizontale Welle)

Spleiß, der

Handgefertigte, verflochtene Verbindung von Tauenden

Stagen, die

Drahtwerk, das den Masten achtern und bugwärts Halt gibt (Gegensatz: Wanten)

starboard

Englisch für Steuerbord

Steuerbord, das

(engl. starboard) Rechte Schiffsseite und -wand von achtern; grüne Positionslaterne (Gegensatz: Backbord)

Steuermann, der

Steuert das Schiff nach Anweisungen des Navigators und beaufsichtigt die Takelung und das Ankergerät; ihm unterstehen die Rudergänger; kann im Falle eines Ausfalles des Kapitäns und des Quartiermeisters das nautische Kommando übernehmen

strike soundings

Englisch für das Ausloten der Wassertiefe

T

Takelage, die

(engl. rigging) Die Segel und sämtliches Tauwerk eines Schiffes

Tampen, das

Das Ende eines Taues

Tender, der

Versorgungsschiff eines Schiffsverbandes

Trimmen

Einstellen von Segeln und Bootslage

Trimmen

Optimieren der Segelstellung; aber auch Optimieren der Gewichtsverteilung, um eine ideale Schwimmlage zu erreichen, durch zweckmäßige Verteilung von Ladung, Ballast oder Crew

Trosse, die

Schwere Leine zum Festmachen oder Schleppen

V

Voraus

Vor dem Schiff (Gegensatz: Achteraus)

Vormast, der

Vorderer Mast, auch Fockmast

Vorschiff, das

Vorderteil des Segelschiffs von Brücke bis zum Bug

W

Wache, die

Teil der Schiffsbesatzung, die im Schichtbetrieb den laufenden Schiffsbetrieb (z.B. Navigation, Sicherheit, Ausguck, etc.) zu einer bestimmten Zeit (oft 4-stündig) sicherstellt; aber auch Bezeichnung für die Zeit einer Schicht

Wanten, die

Drahtwerk, das den Masten seitlich Halt gibt (Gegensatz: Stagen)

Windjammer, der

Ehrenname für ein Segelschiff alter Art (von engl. "to jam" gleich "pressen")

windlass

Englisch für Bratspill

windward

Englisch für Luv

Y

Yankee

Bezeichnung für Neu-Engländer und für Nordstaatler in den USA; allgem. von Nicht-Amerikanern gebraucht

Z

Zahlmeister, der

Zuständig für Auszahlung der Heuer und für den Provianteinkauf

Zurren

Leinen um ein Segel legen, um sein Wegfliegen zu verhindern

Eine ausführlichere Liste seemännischer Begriffe findet ihr im entsprechenden Wikipedia-Artikel.

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